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GEMEINSAM TRANSPARENTER PRÜFEN – Q & A

Fragen und Antworten

In einem echten Bottom-up-Prozess stellen sich viele Fragen. Die Leitfragen der einzelnen Module werden dabei durch die beteiligten Lehrpersonen beantwortet. Zu organisatorischen Fragen kann der Projektleiter Auskunft geben.

 

Eine Auswahl von häufig gestellten Fragen zum Projekt GEMEINSAM TRANSPARENTER PRÜFEN. Wenn Sie auf die Frage klicken, erscheint die Antwort.

Die Schülerinnen und die Schüler, aber auch die ganze Gesellschaft dürfen vergleichbare Anforderungen einfordern, ja sie sollen diese einfordern. Gleich heisst für mich nicht gleiche Prüfungen sondern vielmehr ein gemeinsames Verständnis über die Anforderungen im eigenen Fach und eine Kenntnis von den Anforderungen in anderen Fachbereichen. Erst mit diesem Verständnis kann ich professionell und selbstverantwortlich eigene Prüfungen erstellen und durchführen.
Es ist sicher sehr wertvoll, wenn innerhalb der eigenen Fachschaft und innerhalb der eigenen Schule ein gemeinsames Verständnis über die Anforderungen erarbeitet worden ist und gelebt wird. Aber erst der Austausch über die Schulhaus- und die Kantonsgrenzen hinaus ermöglicht die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses am Gymnasium. Eine solche Harmonierung der Anforderungen zwischen verschiedenen Gymnasien wird von der Gesellschaft gefordert und die Gymnasien haben diese Harmoniserung in der einen oder Art sicherzustellen. Ich bin der Meinung, dass ein solches gemeinsames Verständnis besser nicht durch gleichartige Prüfungen ( und ein "teach-to-the-same-test") erreicht wird, sondern vielmehr in durch gleichwertige Prüfungen (und damit ein "teach-to-my-test"). Um solche gleichwertige Aufgaben erstellen zu können, muss jedoch ein gemeinsames Verständnis  über die Anforderungen bei den verschiedenen Stationen des Prüfens vorhanden sein. Um dieses Verständnis zu erreichen, sollten gerade auch Schulen, die bereits gemeinsame Tests durchführen, sich in dieses Projekt Gemeinsam Transparenter Prüfen einbringen.
In diesem Kurs kann ich mit interessierten Kolleginnen und Kollegen ein Unterrichtsthema frei wählen und dieses von der Themenstellung über den Unterricht bis hin zur Überprüfung mit ausreichend Zeit Kolleginnen und Kollegen besprechen und für mich umfassend planen. Gleichzeitig erhalte ich von Experten und sicherlich von anderen Teilnehmern auch anregende Inputs. In diesem Sinn bin ich dann wieder auf dem aktuellen Stand zu den didaktischen Fragen rund um Prüfen und Beurteilen. Zudem ist es durchaus möglich, dass sich aus dieser vertieften Zusammenarbeit ein langfristiger Austausch entstehen kann.
Die Thematik vergleichbare Anforderungen beinhaltet viele didaktische Fragen, welche in diesem Projekt an den verschiedenen Stationen des Prüfens bearbeitet werden. Die gemeinsame Reflexion an diesen Fragen kann nicht einfach in 1-2  Tagen abgeschlossen werden. Unser Unterricht ist in dieser Hinsicht zu komplex. Für die Arbeit am Projekt wird man vom Unterricht von der Schule freigestellt; insofern muss der zeitliche Aufwand für einmal nicht zusätzlich geleistet werden.
Ja, aus Sicht der Projektleitung besteht die Aufgabe der teilnehmenden Lehrpersonen "nur" darin, gemeinsam eine schulhaus- und kantonsübergreifende Expertise zu Prüfen und Beurteilen an Beispielen exemplarisch zu erarbeiten. Die zentralen Erkenntnisse werden in der Dokumentationzum Modul den Schulleitungen zur Verfügung gestellt. Die an diesem Projekt teilnehmenden Lehrpersonen verfügen jedoch durch ihre Teilnahme über ein vertieftes Wissen im Bereich Prüfen und Beurteilen, dieses zusätzliche Wissen ist für die Schulleitung insofern wertvoll, als die teilnehmenden Lehrpersonen Verständnisfragen zur Modul-Dokumentation ausführlich beantworten können.
Eine direkte, weiter gehende Aufgabe im schulinternen Unterrichts- oder Schulentwicklungsprozess ist für die teilnehmenden Lehrpersonen im Rahmen dieses Projekts nicht vorgesehen. Die Schulleitung wird aufgrund der entsprechenden Modul-Dokumentationen individuell entscheiden, welche Schritte im schulinternen Unterrichts- oder Schulentwicklungsprozess angegangen werden sollen. Die Organisation dieser nächsten Schritte ist von diesem Projekt grundsätzlich unabhängig und kann mit den Lehrpersonen separat vereinbart werden.
Die Verantwortung für den Prozess des Gemeinsamen Prüfens an der Schule liegt aus meiner Sicht bei der Schulleitung und den dafür allfällig eingerichteten Arbeitsgruppen, wie z.B. Q-Gruppen oder Steuer-Gruppen. Die am Projekt teilnehmenden Lerhpersonen werden ihr vertieftes Wissen über Prüfen und Beurteilen diesen Gremien sicherlich gerne zur Verfügung stellen und auch erläutern werden. Es ist sicherlich sinnvoll, diese gegenseitigen Erwartungen zu Beginn zu klären und ich persönlich würde dies auch schrifltich festhalten.
Im Vergleich zu den üblichen Weiterbildungskursen für Lehrpersonen (Tagesansatz von 200 - 400 CHF) ist dieser Kurs mit einem Tagesansatz von 1'000 CHF überdurchschnittlich hoch. Dies hat drei Gründe: Erstens wird der Kurs ausführlich dokumentiert (Reader zur Vorauslektüre, unabhängige Dokumenation der Überlegungen während des Modus). Zweitens ist die Verpflegung und Unterkunft im Kursbeitrag inbegriffen (alle Kosten sind transparent ausgewiesen unter der Registerkarte CHF). Drittens ist der Kurs selbsttragend budgetiert und nicht subventioniert (privatwirtschaftlich kalkulierte Seminartage bewegen sich zwischen CHF 700 und CHF 1'500). Und zum Schluss: es handelt sich um ein Thema, welches von der SMAK und der EDK als Handlungsfeld der Gymnasien bezeichnet. Wenn eine Schule die finanziellen Mittel nicht hat, sollte eine Mitfinanzierung durch das Amt, die SMAK bzw. die EDK beantragt werden. Ich nehme gerne Anmeldungen mit einem Vorbehalt einer Mitfinanzierung entgegen und würde einen Antrag an die entsprechenden Stellen weiterleiten. Dies wäre ja auch ein Zeichen.
Letzlich ist es immer eine Frage der Priorität, für welche Projekte Geld ausgegeben wird. Beim Themenfeld Gemeinsam Prüfen handelt es sich immerhin um eine Forderung der SMAK und der EDK, insofern müssen die Gymnasien diese Thematik aufnehmen. Nun bearbeiten die Gymnasien ja bereits viele und sehr wertvolle Proejkte im Rahmen der Unterrichts- und Schulentwicklung und ich habe vollstes Verständnis dafür, dass diese bestehenden Projekte weitergeführt werden wollen. Wenn in Schulen das Geld für einen Teilnahme an diesem Kurs wirklich nicht vorhanden ist, dann wünsche ich mir, dass sich auch solche Schulen für diesen Kurs anmelden und zwar mit dem Vorbehalt, dass das Kursgeld durch die Bildungsverwaltung mitfinanziert werden sollte. Zusätzliche Aufträge bedingen auch zusätzliche Ressourcen. Eine solche Anmeldung mit Vorbehalt der Mitfinanzeriung kostet die Schulen nichts, solche Anmeldungen zeigen aber, dass man diesen Weg gerne einschlagen möchte. Dies ist auch ein Zeichen an die Bildungsverwaltung.
Ja. Wir hoffen, dass Lehrpersonen aus allen Fachschaften teilnehmen, weil die Verständigung über die Fachschaftsgrenzen hinaus ein wichtiges Ziel ist.
Ja, wobei im Interesse eines vielfältigen Austausches von einer Fachschaft nur eine Lehrperson der gleichen Schule vertreten sein sollte.
Ja, dies ist grundsätzlich möglich.
Die Datenhoheit liegt bei den beteiligten Lehrpersonen. Sie entscheiden, welche Materialien in welcher Form welchen Gruppen zugänglich gemacht werden."
Gewisse Teile der Dokumentation zu den einzelnen Modulen werden sicher frei zugänglich aufgeschaltet werden. Das zentrale Ziel des Projekts GEMEIN­SAM TRANSPARENTER PRÜFEN ist jedoch der Aufbau einer gemeinsamen Expertise zum Verständnis von Unterricht und Prüfen an Gymnasien. Für ein umfassendes Verständnis dieses Know-hows ist eine Teilnahme am Prozess wohl unumgänglich.
Die Kursmodule finden in Hotels mit gut ausgerüsteten Seminarräumlichkeiten statt, je ein Kursmodul in den folgenden Grossregionen: Ostschweiz, Nordwestschweiz, Zentralschweiz und Espace Mittelland. Das Modul 1 (23. - 25. Mai 2016) findet im Seminarhotel Flora Alpina in Vitznau statt.

 

Der Fragenkatalog wird auf der Website www.edutop.ch laufend nachgeführt.

Dr. Urs Saxer

Haben Sie weitere Fragen? Projektleiter Urs Saxer beantwortet Ihre Fragen auch gerne persönlich: Tel +41 79 800 91 46 oder mail@edutop.ch.

 

Begriffe und Grundlagen

Damit eine produktive Diskussion rund um Gemeinsames Prüfen erfolgen kann, müssen die Begriffe zuerst geklärt werden.

Auf der Website der WBZ CPS zum Gemeinsamen Prüfen finden sich dazu zwei Glossare, welche die grundlegenden Fragen beantworten:

Das thematische Glossar klärt Grundsätze, Vorgehensweisen und Kategorien gemeinsamer Leistungsbeurteilung und bringt sie in eine stimmige Begrifflichkeit.

Das alphabetische Glossar ermöglicht den schnellen Zugriff auf einzelne Begriffe.

> www.wbz-cps.ch/de/gemeinsames-pruefen



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